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| 1. Die Verwendung von zu
hohen Dosierungen: Bodybuilder sind Extremisten, wie kaum anderer Athleten. Man handelt nach der klassischen Fehlannahme "mehr ist besser". Wenn fünf Tabletten gut sind, dann zehn doppelt so gut. Mit einer solchen Einstellung werden potentiellen Nebenwirkungen Tür und Tor geöffnet, ohne dass deren Auftreten zumindest durch eine deutliche verbesserte Wirkung gerechtfertigt wäre. Die Effektivität nahezu aller Steroide ist bis zu einem gewissen Punkt dosisabhängig, der dann erreicht ist, wenn das Bindungs-verhalten von Steroidrezeptoren erschöpft ist. Sind die Rezeptoren der Muskelzelle gesättigt, suchen sich die verbliebenen Steroidmoleküle ein anderes Zeilgebiet. Leberfunktionsproduktion, Aggressivität haben ihren Ursprung häufig in viel zu hohen Dosierungen. Sogenannte Megadosierungen resultieren in keinen deutlich größeren Kraft- und Massezunahmen. Wer meint, dass 50 Dianabol und 1000 mg Testosteron am tag der einzige Weg zum "Idealkörper" ist, der ist - gelinde gesagt - etwas falsch informiert. 2. Eine zu lange Einnahmedauer: Der Non-Stop-Gebrauch von Steroiden ist für die meisten Athleten aus zwei Gründen nicht zu empfehlen. Wie bei zu hohen Dosierungen steigt auch bei einer langen Anwendungszeit die Gefahr von potentiellen Nebenwirkungen erheblich. Die Möglichkeit einer organischen Schädigung ist besonders bei einem Dauerebrauch der oralen 17-alpha-alkylierten Steroide gegeben. Zum anderen ist ein solches Verhalten sehr zweifelhaft, da die Wirkung der verabreichten Steroide nach einer gewissen Zeit nachläßt, die zumeist nur kurzfristig mit einer Dosiserhöhung oder einem Präperatwechsel aufgefangen werden kann. Jeder sollte wissen, dass, je stärker ein Steroid ist, desto schneller läßt siene Wirkung nach, weshalb es umso unsinniger ist, dieses über einen langen Zeitraum anzuwenden. Bei Anapolon 50 reduziert sich die Zuwachsrate erfahrungsgemäß schon nach 3 - 4 Wochen, während man bei Deca-Durabolin zum Beispiel häufig gleichmäßige Fortschritte über 10 - 12 Wochen erzielen kann. |
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| 3. Der Gebrauch der falschen Steroidpräperate: Steroide sind nicht gleich Steroide. Man muss eine klare Trennung zwischen stark androgen, potentiell toxischen Steroiden wie Anapolon. Methyltestosteron, dianabol, Halotestin usw. und den schwächer androgenen, vornehmlich anabolen und wenig toxischen Präperaten, wie z.B. Primobolan, Deca-Durabolin, Oxandrolone, Andriol und Winstrol zeihen. Da in erster Linie hauptsächlich nur die Verwendung der erstgenannten Medikamente mit den ernsthaften Nebenwirkungen in Verbindung gebracht werden, ist es sinnvoll, deren Einsatz auf maximal 6 - 8 Wochen zu beschränken. Ganz besonders Frauen, Jugendliche und ältere Athleten sollten bei der Wahl ihres Steroidpräperates sehr vorsichtig sein. Ausserdem wäre es wünschenswert, dass die Öffentlichkeit und die Medien diese wichtige Unterscheidung bei zukünftigen negativen Pauschalurteilen und Artikeln berücksichtigen würden. 4. Die Wahl eines ungünstigen Einnahmeschemas: Die Effektivität eines jeden steroidprogrammes lässt sich durch geschickte Steroidkombinationen erheblich steigern, da diese einen synergistischen Effekt untereinander besitzen. Dies bedeutet, dass mit einer geringeren Gesamtdosis bessere Ergebnisse erzielt werden. Dadurch, dass verschiedene Rezeptoren belegt werden, kann die Rezetorensättigung hinauszögert werden, wodurch die Steroidkombination über einen längeren Zeitraum wirksam bleibt.GLeichzeitig lassen sich damit potenitelle Nebenwirkungen minimieren. Anstatt z.B. 50 mg Dianabol pro Tag einzunehmen, sollte der Athlet besser 20 mg Dianabol/Tag und 200 mg Deca-Durabolin/Wochen verwenden. Generell kann man sage, dass sich die besten Ergebnisse bei der Kombinatin zweier oraler Präperate, wie z.B. Dianabol mit Anapolon oder Oxandrolone mit Methyltestosteron. Da die eiwießaufbauende und stick-stoffretentierende Wirkung der meisten Steroide nach einigen Wochen nachlässt, sollte mit einer niedrigen Dosierung begonnen werden, die im Velrauf der Einnahme langsam und gleichmäßig gesteigert wird. Athleten, deren Steroidzyklus über die Dauer von 6 - 8 Wochen hinausgeht, sollten erfahrungsgemäß komplett auf eine andere Kombination überwechseln. Ein weiterer, häufig begangener Fehler ist das plötzliche Absetzen der eingenommenen Steroide. Viele Nebenwirkungen, ein möglicher Rebound-effekt, sowie Kraft- und Gewichtsverluste lassen sich durch ein langsames und gleichmäßiges Verringern der Dosierungen minimieren. Dazu gehört auch, dass die Einnahme nicht mit den hochwirksamen Steroiden wie Anapolon und Testosteron beendet wird, sondern dass der Athlet auf die leichteren Präperate überwechselt und diese in die Absetzphase miteinbezieht. |
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| 5. Das Desinteresse an
einer regelmäßigen Untersuchung beim Arzt: Jeder Athlet, der Steroide einnimmt, sollte bei einem Arzt regelmäßig sein Blut untersuchen, Urin auf sienen ph-Wert testen und den Blutdruck überprüfen lassen. Ebenso bedeutend wie die grundsätzliche Durchführung dieser Tests ist der richtige Zeitpunkt. Wichtig ist, dass die erste Untersuchung vor Beginn der Einnahme stattfindet. Dadurch lässt sich feststellen, ob der Athlet die gesundheitlichen Voraussetzungen für eine Steroidanwendung mitbringt oder ob er aufgrund von irgendwelchen Faktoren von vornherein die einen oder anderen Präperate vermeiden sollte. Ausser dem bekommt man dadurch Referenz- und Vergleichswerte, so dass man bei einer späteren Untersuchung eventuelle Ergebniseränderungen leicht feststellen kann. Die zweite Überprüfung wäre ungefähr nach den ersten 5 - 6 Wochen der Steroideinnahme empfehlenswert. Die weitere Verabreichung sollte von den Untersuchungsergebnissen abhängig gemacht werden. Wenn alles einigermaßen in Ordnung ist, sollte vier Wochen nach Beendigung des Steroidprogrammes ein weiterer Test erfolgen, um zu prüfen, ob sich eventuelle kleinere Abweichungen wieder normalisiert haben. Lassen sie sich von Ihrem Arzt eine schriftliche Kopie ihres Bluttestes geben und gehen Sie die einzelnen Punkte mit ihm zusammen durch. 6. Der Gebrauch von Fälschungen: Diesen Punkt zu korrigieren, ist für die meisten Athleten sehr schwierig, da für sie der Schwarzmarkt mit seinem erdrückenden Übergewicht an gefälschten Steroiden die einzie Bezugsquelle darstellt. Unbefriedigende Erebnisse, überhaupt keine positiven Resultate und ungewöhnlich viele Nebenwirkungen ei der Steroideiinnahme sind leider häufig auf die Anwendung von Fälschungen zurückzuführen. Viele gefälschte Steroide sind verunreinigt, besitzen keinerlei Wirkstoffe, sind deutlich unterdosiert oder enthalten etwas vollig anderes, als die jeweilige Aufschrift angibt. 7. Die Vernachlässigung von äußeren Faktoren: Die Verwendung von steroiden alleingarantiert keine beeindruckenden Ergebnisse. Ihre Wirkung hängt stark von vier Einzelfaktoren ab, die zusammengenommen einen synergistischen Effekt besitzen und deshalb auch das magische Viereck genannt werden: Training, Ernährung, erholung und Einstellung. Gerade, wenn Steroide genommen werden, tendieren viele Athleten dazu, diese wichtigen Voraussetzungen zu vernachlässigen. |
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| Quelle: "Anabole Steroide"© - Novagenics Verlag |